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Ritter, Feen, Zauberer - Bericht Konzerte Juni 2011

Eine unterhaltende Show quer durch die Geschichte des Musiktheaters bis zur Filmmusik. Die Geburt der Oper aus dem Geist der Antike. Die Ritter, ihre Freunde und Widersacher von Monteverdi bis Wagner; ihr Weiterleben in modernen Fanromanen und deren Verfilmungen

Von alters her, wohl seit der Entwicklung der Schrift, faszinierten Epen die zivilisierte Menschheit. Die Versuche, den griechischen monodischen Sprechgesang nachzuahmen, führten in der Renaissance und im Frühbarock zur Entwicklung der Oper. Ritterromane bildeten den Ausgangsstoff vieler Libretti sowohl des barocken und klassischen Musiktheaters als auch der romantischen Oper. Der überragende Erfolg moderner Fantasy-Romane zeigt, dass unser Bedürfnis nach Geschichten aus dem Bereich des Epischen und Zauberhaften ungebrochen weiterlebt.

Das Vergnügen aller Mitwirkenden an diesem szenisch gestalteten Opernabend griff auf das Publikum über. Die Schulleitungen sprachen von einer Sternstunde des Schülerorchesters. Martin Lehmann, Orchesterleiter und Musiker im Orchester der Oper Zürich, hatte für das von ihm konzipierte Programm seine beiden Wirkungskreise Opernhaus und Gymnasium zusammengebracht. Er wurde tatkräftig unterstützt von Roger Lämmli, dem Beauftragten für Jugendarbeit am Opernhaus Zürich, der Regie führte, und von Darren Hargan, dem Kapellmeister und Studienleiter des IOS. Die vier Gesangssolisten stehen alle am Beginn einer Opernkarriere und gaben den Zuhörern eindrückliche Proben ihres gesanglichen und darstellerischen Könnens. Die Texte aus den literarischen Vorlagen der Opernlibretti las der Doyen der Schweizer Theaterszene Peter Arens. Er griff mitunter auch schauspielerisch in das Geschehen ein, zweisprachig auf Bern- und Bühnendeutsch.

Die Darsteller traten aus einem grossen Buch auf, welches als Versatzstück auf der Bühne stand. Dieses Sinnbild der literarischen Herkunft des Musiktheaters wurde von Aula-Bühnenmeister Kurt Rothacher gebaut und von Ursula Frick-Koch bemalt. Die bildende Kunst wurde im Weiteren integriert durch Projektionen von Gemälden und Zeichnungen, die im Zusammenhang mit den rezitierten und gesungenen Texten stehen. Letztere waren auf der Leinwand mitzulesen, was die Beziehung von Wort und Musik noch intensiver erscheinen liess. Auch diese Beamerprojektionen wurden von einem erfahrenen Team (Daniela Lehmann, Ehemalige des LG, und Marco Scheidegger) gestaltet und ausgeführt.

Die beiden Orchesterleiter, Marc Brühlmann und Martin Lehmann, sowie ihre Assistentin, Noëlle Chen, besorgten die grundlegende Einstudierungsarbeit und spielten selbst im Orchester mit. Zahl- reiche Berufsmusiker, u.a. auch Ehemalige des Orchesters und eine Lehrerkollegin verstärkten das Schülerorchester, welches in den grössten Besetzungen über 60 Mitwirkende zählte. Wir danken ihnen allen und auch den Sponsoren, die das Projekt ermöglichten ganz herzlich!

Martin Lehmann, Marc Brühlmann, Noëlle Chen